Das Messnerinloch



Vor vielen Jahren hatte ein Pfarrherr eine gar eigenwillige Köchin zu Diensten. Diese schimpfte sehr gern und konnte, wenn die Arbeit nicht glatt von der Hand ging, auch gar gotteslästerlich fluchen. In einer Rauhnacht in der Weihnachtszeit, noch bevor die Glocke zur Frühmesse rief, stand die Köchin am Herd. Das Feuer wollte nicht lodern. Sie schimpfte und fluchte fürchterlich. Da schluf ein Windstoß die Küchentür auf und herein fuhr der Teufel, der die fluchende Köchin fest unterpackte und mit ihr, trotz Wehren und Zetern, durch den offenen Kamin fuhr. Er flog mit dem zappelnden Weibsbild dem Hochschwab zu. Die Köchin aber hatte ein Gewicht, das selbst dem Teufel zu viel ward. Sie biss und kratze und schlug um sich, so dass der Teufel die Höhe der Meßnerin nicht erreichen konnte. Außerdem musste er eilen, denn beim Frühstücksgeläute der Kirchenglocken hat auch der Teufel über fluchende Weiber seine Macht verloren. Es blieb ihm daher nichts übrig, als den kürzesten Weg durch den Berg zu nehmen. Er rannte mit seinen Hörnern mit voller Wucht gegen die Wand und stieß ein großes Loch durch den Felsen, zur Warnung für alle schimpfenden und fluchenden Frauen. Die Pfarrersköchin soll heute noch im Inneren des Berges hausen. Sie betreut die Winde aus der Klamm und von der Meßnerin. Sie lässt den Wind aus den Windlöchern. Krachend und stürmend fährt er um die Kamplmauer und bringt böse Wetter.


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