Das Messnerinloch



Vor vielen Jahren hatte ein Pfarrherr eine gar eigenwillige Köchin zu Diensten. Diese schimpfte sehr gern und konnte, wenn die Arbeit nicht glatt von der Hand ging, auch gar gotteslästerlich fluchen. In einer Rauhnacht in der Weihnachtszeit, noch bevor die Glocke zur Frühmesse rief, stand die Köchin am Herd. Das Feuer wollte nicht lodern. Sie schimpfte und fluchte fürchterlich. Da schluf ein Windstoß die Küchentür auf und herein fuhr der Teufel, der die fluchende Köchin fest unterpackte und mit ihr, trotz Wehren und Zetern, durch den offenen Kamin fuhr. Er flog mit dem zappelnden Weibsbild dem Hochschwab zu. Die Köchin aber hatte ein Gewicht, das selbst dem Teufel zu viel ward. Sie biss und kratze und schlug um sich, so dass der Teufel die Höhe der Meßnerin nicht erreichen konnte. Außerdem musste er eilen, denn beim Frühstücksgeläute der Kirchenglocken hat auch der Teufel über fluchende Weiber seine Macht verloren. Es blieb ihm daher nichts übrig, als den kürzesten Weg durch den Berg zu nehmen. Er rannte mit seinen Hörnern mit voller Wucht gegen die Wand und stieß ein großes Loch durch den Felsen, zur Warnung für alle schimpfenden und fluchenden Frauen. Die Pfarrersköchin soll heute noch im Inneren des Berges hausen. Sie betreut die Winde aus der Klamm und von der Meßnerin. Sie lässt den Wind aus den Windlöchern. Krachend und stürmend fährt er um die Kamplmauer und bringt böse Wetter.

Die weiße Frau von Bockfließ



















Am Abend vom 7. Juli 1809 floh ein versprengter österreichischer Husar im gestreckten Galopp querfeldein über die Hochleithen bei Bockfließ, um zu den Seinigen zu gelangen. Ein französischer Kürassier setzte ihm nach. In der Dunkelheit stürzten beide in den tiefen Hohlweg. Ross und Reiter blieben zerschmettert liegen. Der Husar hatte eine liebe, tapfere Tochter. Sie vernahm die entsetzliche Nachricht, eilte herbei und ließ ihren Vater in der Nähe des Hohlwegs begraben und gleich daneben den fremden Krieger. Jedes Jahr schmückte sie beide Gräber mit Blumen.
Viele Jahre sind seit diesem traurigen Ereignis vergangen, doch die Gräber zeigen am Jahrestag immer neuen Blumenschmuck. Wer ihn dort hinlegt, weiß niemand. Doch manche Bewohner von Bockfließ erzählen, sie hätten auf dem Heimweg aus ihren Weingärten in der Dämmerung an dieser denkwürdigen Stelle eine weiße Frau sitzen und weinen gesehen.

Die Sage von der Spielmauer

 
 
Es war gerade Weihnachtszeit, doch auf den Fluren lag kein Schnee und die Sonne schien warm vom Himmel. Drei junge Burschen wanderten vergnügt in Richtung Mitterbach, um letzte Einkäufe zu besorgen. An dieser Stelle hielten sie Rast und begannen mit dem Kartenspielen. Stunde um Stunde verrann und sie vergaßen neben ihren Pflichten auch auf das Geburtsfest unseres Herrn. Erst als die Nacht hereingebrochen war, wollten sie sich auf den Heimweg machen. Doch ihre Glieder versagten ihnen den Dienst und die drei Burschen erstarrten langsam zu Gestein. Wind und Wetter haben ihre Gestalten unkenntlich gemacht, doch mahnen uns die drei Felszacken, das sündhafter Übermut ins Verderben führen kann.

Das Grab im Erlaufsee

 
 
Ganz in der Nähe hatte früher ein reicher Müller sein Anwesen. Eines Tages führte er ein wunderschönes Mädchen als seine Braut nach Hause. Die junge Müllerin war fleißig und arbeitssam, jedoch in den Vollmondnächten lief sie mit wallenden Haaren zum See hinab und tanzte zum Flötenspiel eines Fremden. Da packte einaml den Müller die rasende Eifersucht. In seiner Wut zerrte er die Unglückliche an den Haaren zum Wasser hin und stieß sie in die Fluten. Als die schöne Müllerin in den eisigen Fluten ihr Grab gefunden hatte, verfärbte sich die eine Seite des Erlaufsees silberhell. Bald sah auch der jähzornige Müller seine unselige Tat ein und in tiefer Verzweiflung beschloß auch er, sein Leben in den kalten Fluten des Bergsees zu beenden. Dort wurde das Wasser tiefschwarz, wie die ganze andere Hälfte des Sees.

Auf dem Wechsel


Weg zum Arabichl

Der Wechsel ist das östlichste Gebirge der Alpen und bietet Wanderern zahlreiche Möglichkeiten sich der Berge und der Natur zu erfreuen.


Niederwechsel in Richtung Vorauer Schwaig

Steyersberger Schwaig


Steyersberger Schwaig

Die Steyersberger Schwaig (1367 m) ist der ideale Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen auf dem Wechsel. Neben kulinarischen Genüssen findet hier jeder mit dem Auto angereiste Wanderer einen Parkplatz.

Kranichberger Schwaig


nahe Kranichberger Schwaig

Der Name Schwaig leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort "Sweig" ab und bedeutet "Viehherde, Viehhof, Sennerei mit dazugehörigem Weideplatz".
Im Wechselgebiet rodeten im Hochmittelalter alle großen Grundherrschaften Wald, um Weideland für ihr Vieh zu gewinnen. So finden wir neben der Kranichberger Schweig die Steyersberger, Freistritzer, Kampsteiner, Marienseer (Aspanger), Mönichkirchner, Thalberger und Vorauer Schwaig.
Oberhalb der Kranichberger Schwaig entspringt eine starke Quelle, die über den Diebsgraben in den Trattenbach mündet. Viele Geschichten ranken sich über den steilen schwer begehbaren Graben, der als Schmugglerweg gedient haben soll.
Der sehr tiefe und unwegsame Graben, der ab der alten Kranichberger Schwaig talwärts beginnt, war früher angeblich bei Wilderern beliebt und diente auch als Schmugglerpfad.

Hochwechsel


Durststrecke hinauf zum Hochwechsel

Über den Almweg und den Schindelsteig gelangt man vom Wechselgraben über die Marienseer Schwaig auf den Gipfel des Hochwechsels (1743 m), wo sich das Wetterkogler Haus befindet. Hier kann man Hunger und Durst stillen, und notfalls auch nächtigen.


unterhalb des Niederwechsels

Wetterkogler Haus

Zum Wetterkogler Haus auf dem Hochwechsel führt auch eine Mautstrasse. Vom Gipfel des Hochwechsels hat man eine herrliche Aussicht bis nach Wiener Neustadt in Niederösterreich, Rax-, Schneeberg- und Semmeringgebiet, sowie bis weit in die Steiermark hinein und ins Burgenland rüber.


Richtung Mönichkirchner Schwaig

Gedenkkapelle am Hochwechsel

Nahe dem Wetterkogler Haus wurde eine Gedenkkapelle errichtet, wo den Gefallenen der zahlreichen gewaltsamen Auseinandersetzungen der Vergangenheit in der Gegend gedacht wird. Schöne Deckenbemalungen in der Kapelle dienen als Zeitzeugen des Aneinanderstoßens von Abendland und Morgenland.

Mariensee


Mariensee

Der direkte Weg von der Kampsteiner Schwaig zum Hochwechsel führt über den kleien Ort Mariensee. Dieser liegt fast 1000 Seemeter tiefer als der höchste Gipfel des Wechsels. Der Wanderpfad führt bei Aspangberg St. Peter zwischen Innerneuwald und Mitterneuwald nach Mariensee. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Aufstieg Richtung Hochwechsel. Direkt zur Mönichkirchner Schwaig geht der Weg über's Gasthaus Fernblick durch Neustift am Alpenwald. Anders die Strecke durch den Wechselgraben, die über die Marienseer Schwaig zum Gipfel führt.


Waldweg am Aspangberg

frischer Honig von den Waldbienen
eine meiner Arbeitskolleginnen war auch am Wechsel unterwegs...

Marienseer Schwaig

Kampstein


Kampstein

Leicht begehbar und ohne große Steigungen verläuft der Weg vom Parkplatz bei der Steyersberger Schwaig zum Kampstein (1487 m). Durch die Fichtenwälder um den Schwarzen Herrgott und durch das Heidemoor am Mariazeller Kreuz führt der Wanderweg zur bewirtschafteten Kampsteiner Schwaig. Nach dem Steinernen Kreuz empfiehlt sich ein Abstecher zur Feistritzer Schwaig. Es bietet sich meist ein herrlicher Ausblick Richtung Hochwechsel.


Frauenalpe

Schwarzer Herrgott

Mariazeller Kreuz

Kampsteiner Schwaig